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Wie wohnen wir 2010? MIT VIDEO

Das Wichtigste vorweg: Die beliebteste Immobilienart der Österreicher, das Haus im Eigentum, verliert deutlich in der Nachfrage. Auch bei der Grundstücksnachfrage gibt es Einbrüche. Der Wohnungsmarkt allerdings boomt. Das geht aus der jüngsten Studie hervor, die am 9. Februar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von sreal und immobilien.net vorgestellt wurde.

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Die Wirtschaftskrise hat im vergangenen Jahr deutliche Auswirkungen auf den Immobilienmarkt gezeigt. Die Nachfrage nach Mietimmobilien stieg von 9% in 2008 auf 28% in 2009. Der Bedarf an Wohnungen in den Städten stieg damit deutlich an. Gleichzeitig interessieren sich derzeit weniger Menschen für ein Haus im Eigentum. Wer Eigentum erwerben will, tendiere stattdessen zu Eigentumswohnung, fasst eresnet-Geschäftsführer Alexander Ertler die interessantesten Ergebnisse der Studie zusammen. sreal-Geschäftsführer Michael Pisecky erklärt die Tendenz zur Mietwohnung: „Zur Meite wohnen ist für viele nur ein Zwischenschritt, denn sie wollen noch abwarten, wie sich die Situation speziell auf dem Arbeitsmarkt weiter entwickelt!“.
Der Run auf die Städte wird 2010 zwar nicht mehr so stark sein, wie 2008, allerdings wollen 50% in die Stadt und 40% zumindest in die Nähe einer Stadt ziehen. Nur 10% planten einen Umzug aufs Land. Die Gründe dafür sind vielzählig: Die Haushaltsgrößen schrumpfen und Singles wohnen lieber in der Stadt. Die Generation 60+ ist auch im Wachsen, für sie sind eine gute Infrastruktur und die Nähe zu Gesundheitseinrichtungen ausschlaggebend.
Durch den starken Zuzug in die Städte ist mit einer Verknappung des Angebots zu rechnen. Hier ist vor allem das Segment der günstigeren, gebrauchten Wohnungen (1.600-2.200 €/m2) betroffen. Sreal rechnet mit einem Preisanstieg zwischen 10 und 15% in den nächsten zwei Jahren. Pisecky schließt die Pressekonferenz mit einem Aufruf an die Politik, die Neubauleistung durch Aufstockung oder Zweckbindung der Wohnbauförderung zu steigern, um weiterhin ein preislich günstiges Segment anzubieten, in dem auch die Wohnbedürfnisse weniger begüterter Menschen erfüllt werden können.

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