Sie liebt mich, sie liebt mich nicht…
Läuten bald die Hochzeitsglocken auf dem Parkett der internationalen Interessensverbände? Auf der kürzlich abgehalteten Weltkonferenz der FIABCI, des internationalen Verbands der Immobilienberufe, wurde eine Fusion mit einem anderen, auf internationaler Ebene operierenden Verband, der ICREA besprochen.
Beide Verbände haben es sich zum Ziel gesetzt, die internationale Kooperation zwischen ihren Mitgliedern zu fördern, tun dies allerdings auf unterschiedliche Art und Weise. FIABCI ist in über 60 Ländern mit regionalen Unterorganisationen vertreten, organisiert zahlreiche Networking-Events - 2008 fand der europäische Kongress in Wien statt – und verlangt eine Mitgliedschaftsgebühr. ICREA ist in 33 Staaten vertreten, arbeitet mit bereits bestehenden regionalen Verbänden und fördert durch das Trans National Certification Scheme (TRC) die Einhaltung internationaler Standards bei Immobilientransaktionen zwischen verschiedenen Ländern. Terrance Barkan, Generalsekräter von FIABCI, gibt an, dass sich nur 30% der Mitglieder beider Organisationsn überschneiden, ein Zusammenschluss würde eine einzige Organisation mit breiterem Tätigkeitsspektrum und mehr Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung von Immobilienprofis bieten. Welche Auswirkungen hätte ein Zusammenschluss für Österreich, das in der ICREA nicht vertreten ist? Dr. Eugen Otto, Präsident von FIABCI Österreich meint dazu: „Österreich ist durch seine diversen Landesimmobilienverbände und Kammern sehr gut organisiert und vernetzt. Eine Vereinigung der FIABCI mit der ICREA bedeutet eher für jene nicht so gut entwickelten Länder einen Vorteil, die sich noch um internationale Standards bemühen müssen.“
