„Totgesagte leben länger“, komÂmentiert Marion Weinberger-Fritz, die Geschäftsführerin der Raiffeisen VorÂsorgewohnungserrichtungs GmbH (RVW), die Auswirkungen des SparÂpakets auf Vorsorgewohnungen – und relativiert damit auch die Meldungen der letzten Tage. Sie ist überzeugt, dass das Investment in Vorsorgewohnungen weiterhin Zukunft hat. „Einerseits sind die steuerlichen Vorteile nur ein Aspekt bei der Entscheidung für den Kauf einer Vorsorgewohnung. Viel wichtiger aus
der Sicht des Kunden ist die Kapitalsicherheit durch das Investment in reale Werte. Zudem bleiben die steuerlichen Vorteile ja auch grundÂsätzlich bestehen, nur eben nicht im selben Ausmaß wie bisher.“ Laut Weinberger-Fritz ist der Anteil der Kunden, die Vorsorgewohnungen aus steuerlichen Überlegungen erwerben, in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Die im Zuge des Sparpakets geplante Immobilienbesteuerung von 25% kostet dem Investor demnach bei
einem Verkauf der Vorsorgewohnung nach 20 Jahren nur einige Zehntel-Prozentpunkte Ertrag. Konkret sinkt die Gesamt-Rendite des Investments bei einer angenommenen Wertsteigerung der Wohnung von 40% um 0,31 Prozentpunkte von 3,11 auf 2,80 Prozent. Nimmt man eine stärkere Wertsteigerung an – und damit ein Mehr an zu entrichtender Steuer – ist der Renditerückgang größer, bewegt sich jedoch immer noch lediglich im Zehntel-Prozentpunkte-Bereich.